Donnerstag, 26. Dezember 2013

Alle Jahre wieder

Jedes Jahr zu Weihnachten ist man bei seiner Familie, isst gemeinsam etwas leckeres, geht anschließend in die Kirche, um den Abend dann unterm Tannenbaum in einer vertrauten Runde ausklingen zu lassen... Aber nicht dieses Jahr! Weihnachten ist hier was völlig anderes und fühlt sich nicht so an. Davon abgesehen das die Temperaturen um längen höher sind als sonst (ja es war in Deutschlnd dieses Jahr auch ein bisschen wärmer), ist man einfach nicht bei seiner Familie und das macht das ganze Fest irgendwie nicht so feierlich. Klar wir sind eine Ersatzfamilie und vermutlich die Beste der Welt, aber nichts desto trotz fühlt es sich nicht gewohnt an. Und der Mensch ist nun mal ein Gewohnheitstier....
Der Countdown hat getickt

Dennoch haben wir Weihnachten genossen. Am 23. wurde in meinen Geburtstag reingefeiert und am nächsten Tag ging es dann Richtung Strand. Bei den Temperaturen fühlte man sich so, als seie man selbst dieses Jahr die Weihnachtsgans, die gebraten wird. Nach dem Bräunungsakt ging es zurück ins Hostel wo sich frisch gemacht wurde für das Highlight des Daseins in Albany --> Der Besuch beim Chinesen. Gegessen wurde in einer vertrauten Segeberger Runde, da Max und Björn uns Gesellschaft leisteten. Mit ordentlich Hunger angereist wurde nach dem Essen die weiße Fahne geschwenkt, da alle bis zur Oberkante gefüllt waren. Danach durfte ich dann meine Geschenke von den Jungs aufreißen. Danke Jungs für die Geschenke! Alles was das Travelerherz begehrt war dabei! Merci und vielen vielen Dank! Für das Dessert gingen wir dann feierlich bei Hungry Jacks ein, um Sundae Eis zu essen. Was ein Tag! 
Geburtstagstisch! :)

Treffen sich fünf Segeberger beim Chinesen. So könnte auch ein Witz anfangen....

Am 25. Dezember ist fast das ganze Hostel an den Strand gefahren, um das australische Weihnachten, welches am diesen Tag war, bei Bier, Fußball, surfen und/oder baden zugenießen. Zum Glück hatten wir an diesem Tag tolles Wetter und hohe Wellen. Als das BBQ am Abend dann auch noch alle mehr als sättigte, war Weihnachten kaum mehr zu toppen für uns. Es gab zu Würstchen und Burgern als Beilage (endlich mal) Grünen-, Nudel- und Kartoffelsalat. Was ein Fest! Geschafft von zwei sonnen- und erlebnisreichen Tagen schauten wir auf unserem Laptop noch ein paar Filme an, ehe es zu Bett ging. Gestern am 26. Dezember zeigt sich das Wetter nicht von seiner besten Seite....Außerdem sind Max und Björn abgereist, zwei vertraute Gesichter gehen. War ne geile Zeit mit euch und kommt gut an die Ostküste!
Stilecht!

Australischer Braten

Fußball am Strand an Weihnachten

Das sind erst einmal so die letzten paar Tage. Davor ist aber auch eine Menge passiert. Pay hatte sich auch für einen Job bei Fletcher beworben und war etwas geknickt, als es nicht auf anhieb klappte. Allerdings konnten wir im Mut zusprechen und zwei Tage später war er dann auch im Team Fletcher intigriert. So konnten wir also immer gemeinsam zur Nachtschicht antreten. Aron hatte seinen letzten Arbeitstag dann am 18.12 ehe er am 19.12 nach Hause zur Familie flog. Komm schnell wieder und mach keine Dummheiten großer! Wir vermissen dich!
Die Schafe werden zur "Arbeit" gebracht

Da unser Tag aber sonst unter der Woche durch die Arbeit eingeschränkt ist, passiert nicht allzu viel neues. Momentan haben wir "Ferien" bis zum 2. Januar. 12 Tage ohne Arbeit tut auch mal ganz gut ehrlich gesagt! Philipp und ich haben jetzt schon 5 Wochen dort gearbeitet und Pay ist bei 2 1/2. Noch weitere sechs bis sieben Wochen Arbeit liegen vor uns ehe wir Albany den Rücken kehren werden, um an die Ostküste zu reisen. 
Aber zunächstgenießen wir das jetzt und hoffen, dass ihr alle gut ins neue Jahr rutscht! Bis bald! 

Samstag, 30. November 2013

Fate

Schlafen im Wald
Es ist viel Zeit vergangen und umso mehr Dinge sind uns passiert. Wir waren im Autokrankenhaus, zählen Schafe mal anders, legen uns mit der Polizei an und erleben andere Dinge, die uns für immer prägen werden. Aber erstmal von vorne...
Nachdem wir nach einem emotionalen Abschied Perth verlassen haben ging es in Richtung Süden. Da wir nur einen Dreisitzer haben, hatte einer von uns vier Spezis immer die ehrenvolle Aufgabe hinten zu liegen. Die erste Anlaufstation auf unserer Reise hieß Dunsborough. Dieser Ort wurde uns als „wunderschön“ und „atemberaubend“ gepriesen. Sagen wir mal so: Es war ein hübscher Strand, aber nicht mehr und nicht weniger. Spontan wurden dann die Sachen wieder zusammen gepackt und sich auf den Weg nach Magret River gemacht. Dort sind wir dann in einen Waldabschnitt gefahren und haben uns in Ruby schlafen gelegt. Unsere erste richtige Nacht im Van. Das Ergebnis der ersten Nacht waren etliche Mückenstiche. Aber hey, wir sind Backpacker also lassen wir uns von sowas doch nicht ärgern. 
Nach einem ausgiebigen Frühstück mit extra softem Toastbrot (was wir alle sehr lieben) und Baked Beans  an einen der vielen free BBQ stellen in Australien wurde Magret River erkundet und auch dort schnell festgestellt, dass es zwar schön ist, jedoch nicht überdurchschnittlich atemberaubend.


Frühstück a la Backpacker
Frühstück im Wendehammer eines Industiregebiets

Pause auf der Reise



Roadtrip
Also ging der Roadtrip weiter und wir landet in Denmark. Der Name erweckte in uns Erinnerungen an Dänemark. Da dort der Bordstein allerdings unter der Woche auch schon um 21Uhr hochgeklappt wird konnten wir keiner Aktivität mehr nachgehen. Das einzige was gegen Abend passierte, war, dass Pay von einem Bauern angerufen wurde und dieser einen Platz für ihn frei hätte. Pay sollte also bald schon einen Job haben. Aber bevor Pay das Angebot annehmen wollte, wollte er sich in Albany im Hostel noch mal nach einem Job umgucken, der vielleicht besser ist. Als wir am nächsten Tag Albany erreichten und dort ins „Albany Backpackers“  gingen, erhielten wir den ersten kleinen Dämpfer auf unserer Reise. Das erste Mal sollte etwas nicht sofort klappen. Es war nämlich kein Job und kein Platz im Hostel zu Verfügung. Dazu muss man sagen, dass es in Albany wie folgt ist: Alle Jobs, die von Backpäckern ausgeübt werden können, werden NUR über das Hostel vermittelt. Somit hinterließen wir nur unsere Daten und mussten hoffen, bald etwas zum Arbeiten zu bekommen. 
Also wurde Albany erkundet und so einige Sehenwürdigkeiten abgeklappert. 

Blowholes in Albany

Idyllischer Strand
Danach beschlossen wir Pay am nächsten Tag zur Farm zu fahren, damit einer von uns zumindest schon mal einen Job hat. Nach einer weiteren Nacht in Ruby in einem Industriegebiet (dieser Platz sollte für die nächsten Nächte für den Rest der Schlafplatz bleiben) fuhren wir Pay zu seinem Job und kaum angekommen hatte Pay seine Sachen ins Haus gebracht, Arbeitsklamotten angelegt und ist auf der Koppel verschwunden. Es hieß also Abschiednehmen. Um zu beschreiben wie doll Pay im Kaff jetzt ist: Der nächste Nachbar ist 50km Luftlinie entfernt und dort hat man nur mit einem bestimmten Telefonanbieter Netz.
Da dieser Ausflug einen Tag in Anspruch nahm konnten wir direkt wieder zum Schlafen fahren. Am nächsten Tag wollten wir mal alle Weinstuben abfahren um dort nach einem Job zu fragen. Doch es kam am nächsten Tag alles gaaaaaaaanz anders.
Nach einem Frühstück und der Morgentoilette wurde festgestellt, dass wir Flüssigkeit am Kühler verlieren. Schöne Schei***.
Ruby im Autokrankenhaus

Also wurde eine Werkstatt aufgesucht und dort mussten wir unser Auto dann lassen. Gezeichnet von einem weiteren negativ Ereignis ging es Richtung Library um das freie WiFi zu nutzen und die Mobilfunkgeräte mit Strom zu versorgen. Wir hofften ja nur auf ein kleines Problem mit dem Auto, als dann allerdings die Werkstatt anrief und mitteilten, dass sich die Kosten insgesamt auf 600$ belaufen war die Stimmung endgültig im Keller. Aber wir lieben Ruby und deshalb gab es nur eine Wahl. In den sauren Apfel beißen und die Umkosten in kauf nehmen. Ruby landet nicht unter unser Hand auf dem Autofriedhof! Eigentlich hätten wir zu diesem Zeitpunkt Großraum Albany nach einem Job abklappern sollen....Pustekuchen.
Uns stand die Unternehmungslust wie ins Gesicht geschrieben. Aber dann rief Pete aus dem Hostel an und alles wurde gut. „Hey Guys, can you be here in ten minutes? I got a job.“ „WUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUHUUUUUUUUUUUUUU“ – so oder so ähnlich war unsere Reaktion. Also wurden die neumodischen Geräte aus ihrem Suchtloch gezogen und es ging zu Fuß ins Hostel. 
Auf den ersten Job - unser Becher ist immer voll

Dort erzählte uns Pete dann von unserem Job. Wir könnten als Schlachter bei „Fletcher International“ anfangen. Als wir dann von der Bezahlung erfuhren, gab es gar keine zwei Meinungen mehr. Der Job war aber nur dann zu bekommen, wenn wir ins Hostel ziehen. Deshalb zogen wir ins Hostel.
Nach der vorerst letzten Nacht im Van sollte das Pech für einen von uns nicht abreißen. Herr Markl fuhr nämlich vor einem Kreisverkehr auf der falschen Spur. Die Straße hatte nämlich eine Linksabbieger und eine Geradeausspur. Wir mussten gerade aus fahren, fuhren allerdings auf der linken Spur und sind dann trotzdem gerade aus gefahren. Blöd nur, wenn das die Polizei sieht, einem hinterher fährt und dann auch noch anhält. Zum Glück waren wir alle angeschnallt, weil das hätte pro Nase nochmal 500$ gekostet. Allerdings musste Philipp tief in die Tasche greifen und für sein "Vergehen" 100$ Strafe zahlen. Hinüber war sein Ruf des "Marklosen" und fortan wird er nur noch "Rabauke" genannt. Aron und ich wussten, dass es so kommen würde....es fängt alles immer mit einem Tattoo an. 
Tatort und Täter

An einem Montag begann die Arbeit mit einem Coaching und einer Einweisung. Dienstag ging die Arbeit dann richtig los. Jeden Tag müssen wir von 16Uhr bis 1Uhr Nachts arbeiten. Abfahrt zur Arbeit ist allerdings um 15Uhr und im Hostel sind wir gegen 2:15Uhr. Knochenarbeit, aber die Strapazen sind es wert.
Exemplarisch der Arbeitsausweis

Dann am Samstag saßen wir nichts ahnend im Hostel, genossen unser Wochenendbier, als auf einmal zwei uns vertraute Gesichter da standen. Solhah und Izzy standen vor uns. Wir waren mehr ls überwältigt, weil wir damit nicht gerechnet hatten. Fuchsig wie sie waren hatten sie nämlich gesagt, dass sie nach Malaysia fliegen. Sie forderten uns auf Sachen zu packen und ihnen zu folgen. Gesagt - getan. Sie führten uns in ein Ferienhaus direkt am Strand. Das hieß eine Woche nicht im Hostel wohnen! Also bezogen wir dort die Betten und machten uns ein schönes Wochenende.

Aussichtaus der Ferienwohnung
 So waren wir auf etlichen Farmen, wo es Honig, Käse und Wein gab. Das absolute Highlight am diesen Wochenende war allerdings der Ausflug in den "Alpaca Gangbang Zoo". Dort gab es wie auch in Deutschland Schafe, Ziegen und andere Tierchen zum streicheln. Allerdings gab es auch Vogelstreuße, wo das Füttern, auf grund der großen Schnäbel, schon eine Überwindung war. 
Dort überschlugen sich dann aber auch die Ereignisse. Drei Alpacas waren nämlich nicht zuschüchtern zu swingen und das direkt vor unseren Augen, daher auch der Name des Zoos....
Das allerdings größte Highlight war das Babykänguru "Zuma", welches wir alleauf den Arm halten durften. SÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜß!



Die Belohnung eines Wanderer ist die anschließende Aussicht!

Idzkandar ist nach dem Wandern sichtlich fertig
Am Montag ging es dann wieder zu Arbeit und abends sollten wir dann den nächsten Besucher haben...Pay war nämlich wieder da, weil er mit seinem Chef nicht zufrieden war bei der Arbeit. JPAP war also wieder vereint. Die restlichen Tage wurden dann immer recht gleich gestaltet. Aufstehen, im Meer baden, duschen, ausruhen, zur Arbeit, nach Hause kommen und schlafen. Dadurch, dass wir aber zwei vertraute Gesichter und eine schöne Umgebung um uns hatten, war die Woche trotz Arbeit super schön. 
Das mit der Arbeit ist auch kein dummer Scherz wir arbeiten bei "Fletcher" und hantieren am Schaf oder Lamm herum. Komische Vorstellung, aber es ist erträglich irgendwie. Und keine Angst: Vegetarier werden wir garantiert nicht.

Jetzt sind wie wieder im Hostel und genießen unsere zwei freien Tage, bevor es dann Montag weiter geht. Das erste Mal wird es für uns keinen Adventskalender geben und nach Weihnachten ist hier eigentlich niemandem von uns. Mal sehen wie sich das alles entwickelt. 
Diesmal gab es ein wenig mehr, die Ereignisse haben sich aber auch mehr als nur überschlagen.

Kommt gut in den ersten Dezember und somit in den Countdown für Weihnachten. 

JPAP <3

Mittwoch, 6. November 2013

36Grad uns es wird noch heisser


Eine alte Weissheit von Oma besagt ja, dass es einem gut geht, wenn man nichts von sich hoeren laesst. Diese trifft absolut auf uns zu und ist auch der Grund, warum wir jetzt erst wieder einen Upload machen.

Wie konnten unseren Job zum Glueck noch laenger nachgehen als erst erwartet. Wir wurden herzlichst verabschiedet und gelobt, dass wir super Arbeit geleistet haben. Insgesamt haben wir an die 25.000 Buecher geliefert was ungefaehr 1/10 aller Buecher ist. Nachdem wir unseren Job beendet haben, war unsere Faehigkeiten als Gaertner gefragt. Gegen ein wenig Kleingeld sollten wir Mrs. Oh helfen den Garten auf Vordermann zu bringen. Leider war Pay zu motiviert zu helfen und hat den Spaten in ein Speer verwandelt. Zauberei bei der Gartenarbeit....Nach Pays Zaubershow wurde dann bei einem Glaeschen Limo die Freiheit genossen. 
David Metzerfield

Da wir ohne Job sind, werden die Tage jetzt unterschiedlich genutzt. Eine Lieblingsbeschaeftigung von uns ist es in Einkaufszentren, Super- oder Wochenmaerkten alles moegliche zu probieren. So sind keine Fruechte oder Probierstaende vor uns sicher. So konnten wir in den Genuss der Besten Dinge kommen, die wir uns sonst nicht mal im Traum leisten koennten. Beispiel gefaellig? In einem Supermarkt gab es einen Krustenbraten- und Lammfiletstand. Schon schoen sich ueberall durchzuschlemmen... :)

Schlemmen 4 free

In Deutschland geht es bestimmt auch schon los mit dem viel zu fruehen Verkauf von Weihnachtsartikeln. Wir fanden das in Deutschland auch immer viel zu frueh und unangemessen. Wenn einem dies jedoch bei 30Grad im Supermarkt ueber den Weg laeuft und man weiss "es wird noch viel waermer", dann ist das noch unpassender. Die spinnen die Aussies....

Weihnachtsstimmung bei 30Grad :)

Auch das Wellenbaden ist ein Hobby von uns geworden. Wir sind fast taeglich am Strand und die Wellen hier sind einfach der Waaaaaaaaaaaahnsinn. Besonders Spass macht das Wellenbaden beim Sonnenuntergang. Atemberaubend wie schnell die Sonne dann doch untergeht. Man kann sich auch nicht vorstellen welch eine Kraft diese Wellen haben koennen...

Sunset and swimming

Kasperei

Ein weiteres Highlight in letzter Zeit war der Geburtstag von Mr. Oh. Wie er selbst sagt war es der 42. Geburtstag und das glauben wir ihm natuerlich alle. Da man Leuten in so einem hohen Alter von 42 nichts mehr schenken kann, weil die bekanntlich alles haben, wurde sich in die Kueche begeben und das gute alte Rezept von Oma ausgepackt. So wurden dann Mehl, Eier und Co. nach Augenmass zusammen geruehrt und ein leckerer Kuchen war das Ergebnis. Solhah und Izzy haben sich auch um einen Kuchen gekuemmert. Wir verraten nicht, welcher Kuchen von wem gebacken wurde....das bleibt fuer immer ein Geheimnis. 

 Welcher ist wohl unser?! Wir geben es ja zu....es ist der Obere.

Die Partygaeste
Da Whitney die Thailand Open spielen muss haben wir ein Art Abschieds BBQ bei ihr veranstaltet und wurden vom Feinsten verwoehnt. Weil wir Deutsche sind wurde sogar extra fuer Hefeweizen und Wiesswuerste gesorgt. Misslicherweise landeten die auf dem Grill. Die dachten halt, dass es eine Bratwurst ist...Naja, war trotzdem lecker und so ein Barbecue ist immer was feines. 
Will noch jemand 'ne Wurst?



Die "anstregenden" Tage des Vegetierens fanden ihren Gipfel, im wahrsten Sinne des Wortes, bei einer Bierpyramide, die bei einer Partie "Finding Nemo Drinking" entstand. Wir geniessen das Backpackerleben....
Stoesschen
Neben all unseren Strapazen konnten wir aber auch in den Genuss eines Fitnessstudios kommen. Durch das altbewaehrte Vitamin B war es uns moeglich eine Woche lang kostenlos ein Fitnessstudio in anspruch zu nehmen. Echt super mal wieder Sport treiben zu koennen und in einer Testosteronsrunde beim Bankdruecken die Muckis spielen zulassen. 

Fit und trainiert wurde sich dann gestern rasiert, mal wieder geduscht und eine frische Unterhose angezogen, da etwas ganz besonders anstand: Unseren vierten Mitglied Aron vom Flughafen abholen. Natuerlich haben wir uns auf dem Hinweg droelf Mal verfahren...Anyway wir waren rechtzeitig da um unseren Halbchinesen in Empfang nehmen zu koennen und waren froh endlich wieder vier Chaoten zu sein. Unseren ersten Auftritt als Quartett nahmen wir bei einem BBQ mit Freunden von Izzy und Solhah wahr. Nach einem sehr leckeren Essen ging es dann ab in Pool und die Party nahm ihren Lauf.

Wieder vereint, das muss gefeiert werden!

Poooooooooooolparty


Heute sind wir dann in etliche Baumaerkte maschiert und haben uns Utensilien gesucht, um Ruby fertig zu machen. Apropo Ruby: Aron hatte drauf hingewiesen, dass wir jetzt eine Hymne fuer unser Auto haben. Ruby von den Kaiser Chiefs :)
Nachdem wir dann das Auto versorgt hatten konnten wir in Ruhe die Stadt betrachten und einfach nur existieren.
Bett zusammenbasteln :)
Just in diesem Moment wurden wir  von unseren chinesischen Freunden beschenkt mit einem Tourikleidungsstueck. Super cooooool. Wir haben ein "I ♥ Perth"-Shirt. Xiexie!


Wir werden Perth jetzt immer mit uns tragen!

Da wir jetzt wieder vollstaendig sind, koennen wir endlich die Weiterreise planen. Wir werden am Sonntag in den Sueden Richtung Albany fahren und uns dort einen Tagesvertreib suchen.

Haltet die Ohren steif. JPAP

P.S. Vermutlich haben wir jetzt erstmal kein Internet mehr und koennen uns daher nicht melden oder gratulieren. 

Sonntag, 20. Oktober 2013

Let's Get Ridiculous ♪♫

Es war einmal vor langer langer Zeit, da herrschte in einer Grossstadt in Downunder Frieden und die Menschen waren im Einklang mit der Natur. Doch eines Tages nahm das Drama dann seinen Lauf. Mit der Erfindung von Flugzeugen und grossen Koffern konnten andere, fremde Menschen das Land betreten. 2013 dann der supergau. Philipp, Pay und Philipp sollten dem ganzen ein Ende setzen und alle Menschen um sie herum in ihren Bann des Existierens ziehen. So oder so aehnlich erzaehlen vermutlich die Leute anderen Individuen von uns. "You guys are crazy" gehoert hier zum Alltag.

Happy Birthday Ruby
Wir waren in den letzten Tagen sehr beschaeftigt mit der Arbeit und haben jeden Tag gut geschufftet. Stilecht, wie Maenner so sind, haben wir natuerlich auch den Geburtstag von Ruby vergessen. Armes Auto....:'( Aber die naechste Tankfuellung ging dafuer auf uns. Denn man wird schliesslich nur einmal 300.000 als Auto! Happy Birthday to you sweetheart! Wir kennen uns zwar noch nicht lange, aber trotzdem durften wir diesen legendaeren Tag mit Ruby verbringen. 
Nachdem Ruby genug Aufmerksamkeit genossen hat wurden die Buecher wieder eingeladen und fleissig weiter ausgeteilt. An unsere Daenemarkleute: Auch hier werden Schilder rausgerissen! Macht die Aussies noch mehr sympatisch irgendwie.
 
An unser Spasshaus aus Daenemark!
Nach der Arbeit hatten wir noch nicht genug von der Sonne und wollten gerne eine Runde bolzen. Doof nur, wenn man hier keinen Fussballplatz vor der Tuer hat. Aber hey, wir haben ja Abitur. Da muss ja irgendwie eine Loesung zu finden sein. Und die wurde auch gefunden. Der Golfplatz vor der Tuer wurde schnell zum "Bolzer" umgewandelt und es wurde 'ne Runde rumgetrickst, jonggliert und gekickt. Die Strapazen in der prallen Sonne zeigten schnell ihre Wirkung. Also wurde der Golfplatz zum Sonnenplatz umfunktioniert und sich gesonnt und gerastet. Nach dem Doesen wurde erneut der Ball geschnappt. Doch dann durften wir uns als Usain Bolt beweisen. Ein Nachbar hatte naemlich, nett wie er war, beim Resort angerufen und uns verpezt. Also sind wir schnell weg gelaufen, bei einem anderen Haus in den Garten und zu unserem Haus zurueck. Im Garten fanden wir dann auch die erste Schlange. Ein RIIIIIIIIIIESEN DING! Naja gut vielleicht auch nicht....
Sonnen nach dem bolzen

Anakonda, Python oder vielleicht 'ne Boa?


Arbeitszeugnis
Eigentlich haette unsere Arbeit auch schon Enden sollen, da alle Leute ihre White Pages bekommen haben, aber einige konnten ihre Routen nicht erfuellen und da unser Chef uns fuer sehr gute Arbeitskraefte haelt, haben wir die Routen uebertragen bekommen. Also arbeiten wir immer noch. Vermutlich ist aber morgen der letzte Arbeitstag und dann muessen wir uns nach was Neuem umgucken. Die ersten Abrechnungen haben wir auch schon erhalten. Leider sind ueberall 30% Steuerabzug inklusive. Das tut ziemlich doll weh...Sollte uns aber nicht hindern am Wochenende auszugehen und unseren ersten Job hier angemessen zu feiern. Am naechsten Tag wurde dann natuerlich ausgeschlafen und endlich mal wieder ein Betttag eingeschoben. Das tat gut! :)
Toechter: Sperrt eure Muetter ein. -  Sie kommen

Heute haben wir dann dank unser neuen Freundin Whitney Karten fuer die PGA Tour in Perth bekommen. Sechs Stunden Profigolf waren klasse! Die Atmosphaere, das Wetter, die neuen Eindruecke und eine Entscheidung im "Sudden death" werden den Tag fuer uns alle vermutlich unvergesslich machen. Der Gewinner, ein Koreaner, hat 250.000AUS$ "verdient". Wir haetten vielleicht doch Golfer werden sollen...
Gepraegt von den Eindruecken ging es Richtung Strand um eine Kleinigkeit zu essen und die Aussicht zu geniessen.
Lake Karrinyup Country Club, Perth


Gemeinsam ist man nie alleine

We had fun

Heute Abend werden wir bei einem imaginaeren Bier mit Hilfe eines serioesen Livestreams das Spiel des HSV gucken. In diesem Sinne: NUR DER HSV und bis bald. 


Samstag, 5. Oktober 2013

Kehrt da etwa schon der Alltag ein?

Trottel die von Tuer zu Tuer laufen
Fast eine Woche lang haben wir nichts von uns hoeren lassen. Nun ist es allerdings wieder an der Zeit erlebtes zu berichten. Nachdem wir letzte Woche noch geknickt waren, keinen Job zu haben sind wir jetzt um so gluecklicher einen gut und vor allem fair bezahlten Job gefunden zu haben. Wir sind naemlich dafuer zustaendig Telefonbuecher auszutragen. Einfach erklaert: Wir holen die Buecher beim Lager ab, beladen Ruby mit bis zu 1500 Exemplaren und dann wird zum Austragsort gefahren und der Katalog direkt vor die Tuer gelegt. Klingt super simpel und einfach, ist aber bei entsprechender Temperatur und 12 - 15 Buechern auf dem Arm nicht unanstregend. Und da wir die Heftchen nicht einfach in den Briefkasten oder auf den Rasen legen duerfen, sondern direkt vor die Tuer bringen muessen kostet das auch noch zwei, drei Meter mehr. Deswegen sind unsere groessten Feinde momentan die langen Auffahrten. Aeeeeetzend! Wenn ihr euch alle je ein Haus bauen solltet, dann beruecksichtigt das bitte und an alle die ein Haus haben: Daumen hoch, wenn es die Parameter erfuellt.....Wenn nicht, dann solltet ihr ueber einen Umbau nachdenken. Aber das soll nur eine Randnotiz sein. Der Job bringt nicht nur Muckis, sondern laesst uns ausserdem die unterschiedlichsten Ecken der Stadt sehen. Von Bonzenvillen mit mindestens dreihunderachtunzechtzigtausendvierhunderacht Zimmern bis zum Ghetto haben wir alles gesehen. Besonders die Villen an des Westkueste mit Blick auf das Meer haben es uns angetan. Aber das ist nur ein grosser Vorteil des Jobs. Der andere ist, dass wir zu Subwayexperten werden. Da wir meistens viel Durst haben und man sich dort kostenlos immer wieder den Becher fuellen kann, wird dort, in der selbst eingelegten Mittagspause, gegessen. Subway eat fresh.
Ruby mit seinen 1500 neuen Freunden.

Da unsere Freunde aus Malaysia heimischen Besuch hatten und deshalb einen drei taegigen Ausflug nach Albany eingeschoben haben, hatten wir das Haus ganz fuer uns und mussten keinerlei ruecksicht nehmen. Als sie dann wieder in Perth waren sind wir Abends gemeinsam Essen gefahren. Da es gegen Abend war, sind wir natuerlich NICHT zu Subway, sondern in ein suedafrikanisches Restaurant gegangen. Da malaysichse Leute, dass Essen meistens teilen wurden X Speisen bestellt und jeder hatte was von allem. An die vegetarischen Leser: Lest ab dem naechsten Absatz erst weiter. An alle Fleischliebhaber: Unter anderem gab es ein 2kg Steak und es ist nicht in Worte zu fassen, wie verdammt lecker es war. Denkt an das beste Stueck Fleisch das ihr je hattet und stellt euch vor es gibt ein noch besseres. Das hatten wir naemlich.
"Fleisch ist mien Gemuese"

Im Restaurant haben wir aber nicht nur wie die Koenige dinniert, sondern auch neue Bekanntschaften gemacht. Die erwaehnenswerteste (ohne die anderen schlecht zu machen) Bekanntschaft war Whitney. Whitney ist naemlich eine Freundin von Izzy und ist von Beruf Golferin. Sie ist in Australien bekannt und es kamen durchgehend Leute an unseren Tisch um nach einer Autogrammkarte von ihr zu fragen. Spass bei Seite, wir konnten in Ruhe essen, aber sie verdient wirklich nur durch den Sport an sich ihr Geld und kommt dabei noch viel um die Welt. Naechstes Jahr sollen wir sie in Deutschland, besser gesagt in Muenchen besuchen und beim Tunier unterstuetzen kommen.
Die Foodsharer und die Deutschen

Nachdem wir dann heute endlich den mittlerweilen fuenften Arbeitstag hinter uns hatten, ging es ins Shoppingcenter, da Pay sich nach Ausgehschuhen umgucken musste. Natuerlich liessen wir es uns auch dort nicht nehmen unserer lieblings Beschaeftigung nach zu gehen: Behindert spielen. Getarnt als Captain America, Spiderman und Hulk gelang uns dieses ein weiteres Mal grandios! Was wir nicht alles koennen oder?! Als wir dann fertig waren mit unseren pubertaeren zehn Minuten machten wir uns auf den Weg nach Hause wo uns eine boese Ueberraschung erwarten sollte...
Der naechste Maskenball kann kommen

Als wir naemlich hier ankamen, war die Tuer nicht auf zu bekommen, da sich das Schloss nicht mehr in der Tuer befand und wir dadurch nicht ins Haus gelangen konnten. Deshalb hofften wir durch die Hintertuer im Garten ins Haus kommen zu koennen. Dies war auch der Fall, allerdings stand uns auch Izzy mit einem Golfschlaeger bewaffnet (im wahrsten Sinne des Wortes) gegenueber. Wenige Sekunden zu vor, war naemlich der andere Mitbewohner (der bisher nicht erwaehnte, weil selten da) hier ins Haus gekommen. Als dann die Polizei vorfuhr, ist er schnell ueber den anliegenden Golfplatz weggelaufen und bis zu diesem Zeitpunkt untergetaucht. Die Polizei gab die Auskunft, dass der Mann gesucht wird (momentan wegen Autodiebstahl) und auch schon im Knast sass. Izzy hatte Angst, weil er Geraeusche aus dem Garten hoerte. Wir konnten die Tuer nicht oeffnen, weil das Schloss ausgetauscht wird. Das soll aber keinesfalls die positiven Erlebnisse beintraechtigen. 
Aber hier gibt es wie gesagt jeden Tag was neues und speziell heute haben sich die Ereignisse regelrecht ueberschlagen. Mit anderen Worten: Hier ist kein Alltag eingekehrt und das wird er wahrscheinlich auch nie.
 Das war es soweit auch erstmal wieder aus dem Land der Kaengurus.

Eure Doofis! :)