Samstag, 5. Oktober 2013

Kehrt da etwa schon der Alltag ein?

Trottel die von Tuer zu Tuer laufen
Fast eine Woche lang haben wir nichts von uns hoeren lassen. Nun ist es allerdings wieder an der Zeit erlebtes zu berichten. Nachdem wir letzte Woche noch geknickt waren, keinen Job zu haben sind wir jetzt um so gluecklicher einen gut und vor allem fair bezahlten Job gefunden zu haben. Wir sind naemlich dafuer zustaendig Telefonbuecher auszutragen. Einfach erklaert: Wir holen die Buecher beim Lager ab, beladen Ruby mit bis zu 1500 Exemplaren und dann wird zum Austragsort gefahren und der Katalog direkt vor die Tuer gelegt. Klingt super simpel und einfach, ist aber bei entsprechender Temperatur und 12 - 15 Buechern auf dem Arm nicht unanstregend. Und da wir die Heftchen nicht einfach in den Briefkasten oder auf den Rasen legen duerfen, sondern direkt vor die Tuer bringen muessen kostet das auch noch zwei, drei Meter mehr. Deswegen sind unsere groessten Feinde momentan die langen Auffahrten. Aeeeeetzend! Wenn ihr euch alle je ein Haus bauen solltet, dann beruecksichtigt das bitte und an alle die ein Haus haben: Daumen hoch, wenn es die Parameter erfuellt.....Wenn nicht, dann solltet ihr ueber einen Umbau nachdenken. Aber das soll nur eine Randnotiz sein. Der Job bringt nicht nur Muckis, sondern laesst uns ausserdem die unterschiedlichsten Ecken der Stadt sehen. Von Bonzenvillen mit mindestens dreihunderachtunzechtzigtausendvierhunderacht Zimmern bis zum Ghetto haben wir alles gesehen. Besonders die Villen an des Westkueste mit Blick auf das Meer haben es uns angetan. Aber das ist nur ein grosser Vorteil des Jobs. Der andere ist, dass wir zu Subwayexperten werden. Da wir meistens viel Durst haben und man sich dort kostenlos immer wieder den Becher fuellen kann, wird dort, in der selbst eingelegten Mittagspause, gegessen. Subway eat fresh.
Ruby mit seinen 1500 neuen Freunden.

Da unsere Freunde aus Malaysia heimischen Besuch hatten und deshalb einen drei taegigen Ausflug nach Albany eingeschoben haben, hatten wir das Haus ganz fuer uns und mussten keinerlei ruecksicht nehmen. Als sie dann wieder in Perth waren sind wir Abends gemeinsam Essen gefahren. Da es gegen Abend war, sind wir natuerlich NICHT zu Subway, sondern in ein suedafrikanisches Restaurant gegangen. Da malaysichse Leute, dass Essen meistens teilen wurden X Speisen bestellt und jeder hatte was von allem. An die vegetarischen Leser: Lest ab dem naechsten Absatz erst weiter. An alle Fleischliebhaber: Unter anderem gab es ein 2kg Steak und es ist nicht in Worte zu fassen, wie verdammt lecker es war. Denkt an das beste Stueck Fleisch das ihr je hattet und stellt euch vor es gibt ein noch besseres. Das hatten wir naemlich.
"Fleisch ist mien Gemuese"

Im Restaurant haben wir aber nicht nur wie die Koenige dinniert, sondern auch neue Bekanntschaften gemacht. Die erwaehnenswerteste (ohne die anderen schlecht zu machen) Bekanntschaft war Whitney. Whitney ist naemlich eine Freundin von Izzy und ist von Beruf Golferin. Sie ist in Australien bekannt und es kamen durchgehend Leute an unseren Tisch um nach einer Autogrammkarte von ihr zu fragen. Spass bei Seite, wir konnten in Ruhe essen, aber sie verdient wirklich nur durch den Sport an sich ihr Geld und kommt dabei noch viel um die Welt. Naechstes Jahr sollen wir sie in Deutschland, besser gesagt in Muenchen besuchen und beim Tunier unterstuetzen kommen.
Die Foodsharer und die Deutschen

Nachdem wir dann heute endlich den mittlerweilen fuenften Arbeitstag hinter uns hatten, ging es ins Shoppingcenter, da Pay sich nach Ausgehschuhen umgucken musste. Natuerlich liessen wir es uns auch dort nicht nehmen unserer lieblings Beschaeftigung nach zu gehen: Behindert spielen. Getarnt als Captain America, Spiderman und Hulk gelang uns dieses ein weiteres Mal grandios! Was wir nicht alles koennen oder?! Als wir dann fertig waren mit unseren pubertaeren zehn Minuten machten wir uns auf den Weg nach Hause wo uns eine boese Ueberraschung erwarten sollte...
Der naechste Maskenball kann kommen

Als wir naemlich hier ankamen, war die Tuer nicht auf zu bekommen, da sich das Schloss nicht mehr in der Tuer befand und wir dadurch nicht ins Haus gelangen konnten. Deshalb hofften wir durch die Hintertuer im Garten ins Haus kommen zu koennen. Dies war auch der Fall, allerdings stand uns auch Izzy mit einem Golfschlaeger bewaffnet (im wahrsten Sinne des Wortes) gegenueber. Wenige Sekunden zu vor, war naemlich der andere Mitbewohner (der bisher nicht erwaehnte, weil selten da) hier ins Haus gekommen. Als dann die Polizei vorfuhr, ist er schnell ueber den anliegenden Golfplatz weggelaufen und bis zu diesem Zeitpunkt untergetaucht. Die Polizei gab die Auskunft, dass der Mann gesucht wird (momentan wegen Autodiebstahl) und auch schon im Knast sass. Izzy hatte Angst, weil er Geraeusche aus dem Garten hoerte. Wir konnten die Tuer nicht oeffnen, weil das Schloss ausgetauscht wird. Das soll aber keinesfalls die positiven Erlebnisse beintraechtigen. 
Aber hier gibt es wie gesagt jeden Tag was neues und speziell heute haben sich die Ereignisse regelrecht ueberschlagen. Mit anderen Worten: Hier ist kein Alltag eingekehrt und das wird er wahrscheinlich auch nie.
 Das war es soweit auch erstmal wieder aus dem Land der Kaengurus.

Eure Doofis! :)

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