Mittwoch, 2. April 2014

Autobahn

"[...] Denn das Leben ist wie  eine große Autobahn, lasst uns nicht lange überlegen, sondern losfahren.Wohin ist egal und wo lang werd'n wa sehen [...]" (Ohrbooten - Autobahn) trifft es ganz gut. Das Leben ist wie eine große Autobahn und welch ein Zufall, dass wir symbolisch dafür auch recht viel Zeit auf dem Teer verbracht haben. Meistens mit 90km/h eher auf der Omaspur, nichts desto trotz immer ohne Ziel! Das ist jetzt generell der Vorteil an unserem Dasein, wir wissen zwar, dass wir in Cairns ankommen wollen. Dennoch wissen wir über das "das" hinaus nicht wann und wie. Das beschreibt das Backpackerleben womöglich am Besten. Momentan sind wir in Byron Bay und bleiben hier für zwei Tage auf dem Campingplatz, ehe es weiter Richtung Norden geht.

Formel 1 war der HAMMER, Live nochmal was komplett anderes als im Fernsehen, das einzige Manko war die Lautstärke. Ein ohrenbetombendes Spektakel wurde erwartet, durch die Hybridmotoren wurden diese Erwartungen jedoch schnell begraben. Dennoch, es war super soetwas mal erlebt zu haben und dazu hat natürlich noch ein Deutscher gewonnen! Wir waren lediglich von Sebastian Vettel enttäuscht, der es nicht für nötig hielt mehr als nur zwei Mal an uns vorbei zu fahren. Das ist nicht sehr Weltmeisterhaft Herr Vettel!

Formel 1 zum Greifen nah


"Guck mal da."

Nach Nico Rosbergs Triumph durften wir auf der Strecke spazieren gehen


Bevor wir Herrn Markl vom Flughafen abgeholt haben, fuhren wir mit Aron nochmal die Great Ocean Road ab. Zwar fuhren Pay und ich sie somit zum zweiten Mal, wir sahen dennoch viel Neues und die Straße kann man sich aufjedenfall öfters als einmal angucken.

Am 20. März war es aber erstmal so weit: Philipp aus dem, wie er selber so schön sagte, "Urlaub vom Urlaub" abholen. Nachdem er gut und recht munter gelaunt gelandet ist ging es in die für ihn neue Stadt Melbourne. Dort haben wir dann nochmal ein paar Tage  die Stadt auf den Kopf gestellt. Eine Nacht war es recht stürmisch und auch kalt, so dass wir sogar ein wenig frieren mussten. Das wir dafür kein Mitleid aus dem kalten Deutschland bekommen ist okay. 
Endlich durften wir es mal: Selbstgesammelt schmeckt es halt am Besten!

Nach einigen Tagen machten wir uns dann jedoch auf nach Sydney. Auf dem Weg trafen wir dann kurz Anna und unterhielten uns über etliches. Nach der Verabschiedung von Frau Fiesinger und mit einer Nummer von meiner Cousine, wurde in Sydney eine Unterkunft, die mal nicht im Van war, gesichert. Auf dem Weg von der einen zur anderen Weltmetroploe wurde nicht viel angehalten, weil das Wetter nicht dementsprechend war. Also wurde nur gefahren und geschlafen. In Sydney sind wir dann, wie auch schon in Melbourne, von Studenten kostenlos* durch die Stadt geführt worden. *kostenlos, weil man den Studenten am Ende eigentlich einen kleinen Obolus für ihre Tour gibt. Dadurch, dass wir aber jeweils vor der letzten Führungsetappe die 30-köpfige Gruppe verlassen haben, konnten wir dem entgehen. Sie werden schon genug Geld bekommen haben...
Harbour Bridge die Erst

Operahouse die Erste


Harbour Bridge die Zweite

Operahouse die Zweite


Bondi Beach

Sowohl in Melborune, als auch in Sydney gingen wir jeweils mit alt bekannten Gesichtern aus Albany auf die Piste. Der einzige nenneswerte Unterschied in Sydney war, dass wir ein wiederwiedersehen hatten mit dem Adel. Auf Koh Tao hatte sie uns schon besucht und auch in Sydney haben wir sie wieder gesehen: Unsere Manon. Es war ganz schön mal wieder mit der Heimat geschnackt zu haben. Außerdem haben wir unseren Schnacker Nummero Uno wieder getroffen: Jonas Weiss! Weltklasse dich, selbst nach so kurzer Zeit, mal wieder gesehen  und live und in Farbe schnacken gehört zu haben.
JPAP trifft Adel

Natürlich kommt man auch um die Prestigefrage nicht herum, welche der beiden Städte, Sydney oder Melbourne, nun besser sind. Mit unserer Antwort müssen wir vermutlich auch Geld ins Phrasenschwein schmeißen, ist aber auch okay. Beide Städte sind auf ihre Art und Weise super schön. Melbourne erinnert uns ein wenig an Hamburg, weil es eine wunderschöne Hafenstadt ist. Sydney weiß dafür mit seinem Operahouse und der Habourbridge zu punkten. Nur wurden wir in Sydney mit einem negativen Erlebnis konfrontiert, dass uns in Melbourne erspart geblieben ist. Das liegt aber ganz nüchtern betrachtet nicht an der Stadt an sich. Wir bekommen nämlich keine Steuern zurück. Das ist mehr als nur bescheiden, vermiest uns aber sicherlich nicht die Laune!

Als wir uns von Craig verabschiedeten kam es zu einem erstmaligen Erlebnis: Ruby lichtete uns fünf ab. Dieses Auto kann einfach alles! Nachdem wir dann die atemberaubenden Blue Mountains mit all seiner Vielfalt erkundet hatten hieß das nächste Ziel Byron Bay. 


Feingemacht Ruby. Aus dir könnte auch mal eine Kamera werden...

Die Three Sisters in den Blue Mountains
Einer von vielen wunderschönen Wasserfällen

Auf einmal war ES vor uns

Nach zwei Tagen war dies mit Zwischenstopps und Badegängen dann erreicht und nun sind wir hier. Neben vielen, meist hübschen, Deutschen, gibt es hier auch gutes Wetter und leckeres Essen. Erst vorhin haben wir uns Würtschen mit Kartoffelpurre gemacht. Da wir keinen Stampfer oder etwas ähnliches haben, musste ein Bierflasche zum zermatschen her halten. "Not macht erfinderisch" oder Papa?


Selbst ist der Mann

Wann wir wo wie lange bleiben steht in den Sternen. 
Eure Braunbären