Donnerstag, 17. Juli 2014

Angekommen

"Das Gefühl von endlich angekommen."

Ich glaube dieses Gefühl kann man nicht in Worte fassen, man muss es selbst gefühlt haben. Eine lange Zeit weit weg von Zuhause geht zu Ende...Aber das letzte Kapitel möchte ich hier gerne nochmal schreiben.

Nachdem wir in Malaysia bei Nacht die Petronas Twin Towers besichtigten ging es kurz danach in den Heimatort von Solhah und Idzkandar. Johor Bahru. Es war das letzte Reiseziel außerhalb Europas und somit schon was besonderes. Johor Bahru liegt an der Grenze zu Singapur. Das ist auch der Grund warum wir drei bis vier mal dort waren. Zu Singapurt lässt sich sagen, dass es eine sehr sterile Stadt ist. Trotzdem wunderschön. In Singapur waren wir auch in den Universalstudios und haben dort einen Tag lang Spaß gehabt. Wir verrückten Deutschen haben natürlich alle Fahrgeschäfte mitgenommen die es so gibt....Haha
Towerselfie

Singapur

Selfie mit dem #selfiestock

Happy Birthday Bro

Universalstudios mit der besten Gang



Doch dann stand auch schon der erste Abschied an. JPAP musste Pay zum Flughafen bringen, weil dieser gerne auf das Hurricane Musikfestival wollte. Also hieß es "goodbye". Die Trauer war aber nicht von langer Zeit, weil wir wussten Pay in spätestens einer Woche wieder gesund und munter in die Arme schließen zu können. So waren wir also beim ersten WM Spiel der DFB Elf nur zu dritt. Konnten die Mannschaft dennoch aus Malaysia so gut unterstützen, dass es ein klares 4:0 wurde.

Drei Tage später hieß es dann Abschied nehmen von unseren Freunden und Südostasien. Mit einem mulmigen Gefühl stiegen wir ins Flugzeug und jeder von uns hatte so seine eigenen Gedanken. Nur war allen klar, dass London sich schon sehr heimisch anfühlt. 
In London selbst hatten wir vier wunderschöne Tage und haben uns zum Abschluss der Reise noch einmal richtigen Luxus in einem Gruppenraum mit 18 (!) Leuten gegönnt. Da wir aber den ganzen Tag auf den Beinen waren und immer früh aufgestanden sind war es kein Problem dort zu schlafen. Nach einem 3/4 Jahr hat man sich außerdem an einiges gewöhnt. Stilecht sind wir im roten Doppeldecker Bus durch die Stadt gefahren. Eigentlich hatten wir für diesen Bus nur ein zweitägig gültiges Ticket, konnten aber während der zwei Tage fest stellen, dass dieses von niemandem kontrolliert wird und wir deshalb den dritten Tag auch noch den Bus nutzten. Irgendwas ist ja immer....Nach vier Tagen Sonne satt in Englands Hauptstadt mit allen bekannten Sehenswürdigkeiten stand Deutschland auf dem Programmpunkt. Der einstündige Flug kam mir wie eine halbe Ewigkeit vor und ich konnte es nicht fassen in wenigen Minuten deutschen Boden unter den Füßen zu haben. Am Flughafen ging dann ein letztes Mal alles glatt. Unser Gepäck kam ohne Probleme an den Mann und so konnten wir aus dem Transit-bereich verlassen. Dort wurden wir lieb von Arons Mama und Chanti empfangen. (Sie waren die einzigen die wussten, dass wir kommen) und dann ging es wirklich nach Hause. Zu den eigenen vier Wänden und dem eigenen Bett. Wahnsinn! Nach einer Woche Eingewöhnungsphase stand ein Familientreffen an. So saßen wir nett beisammen und haben nach einem sehr leckeren Abendbrot gemeinsam Bilder angeguckt. Jeder hatte zu Fotos Erinnerungen und Geschichten. Nun ist die Reise vorbei. Danke an alle die uns so doll unterstütz haben. An Freunde, Familie und Geliebte. 
Bustour bei bestem Wetter

London Eye

"Reisen ist der Beginn schönster Freundschaften" - Goethe
Bilderabend

Ab jetzt beginnt ein neues Kapitel für jeden von uns. Doch es gibt Dinge die bleiben für immer: Bilder, Momente und Erinnerungen an all das was war. Ich bin unendlich froh diesen Schritt mit euch gemacht zu haben Jungs und vor jedem von euch ziehe ich meinen Hut. Ihr habt mich ertragen wie ich bin und wir sind irgendwie doch eine kleine Familie. Höhen und Tiefen geteilt, wobei es deutlich mehr Höhen gab. Ihr seid immer für einen da und so werde ich es auch immer sein. Danke für neun Monate und ich freue mich auf viele weitere Erlebnisse. Die Zukunft wird sich schon was für uns ausgedacht haben. Ich liebe euch. Das Gefühl von endlich angekommen....

Euer Barde

P.S. Das wars....

Montag, 2. Juni 2014

Welt gedreht, viel erlebt

Downunder liegt nun schon einen Monat lang hinter uns. Gefuehlt sind wir zwar erst gestern aus dem Kaenguruland gereist, aber dennoch ist es schon so “lange” her. Momentan befinden wir uns in Kuala Lumpur und lassen uns hier von der Luftfeuchtigkeit aergern. Morgen fliegen wir fuer ein paar Tag emit Idzkandar nach Langkawi. Es soll dort wunderschoen sein und auf Bier gibt es dort keine Steuern. PROST.

Aber erstmal von Anfang an:
Nachdem wir Australien ueber Darwin verlassen hatten hoerten wir schon Bali nach uns schreien. Zehn Tage auf Bali die Seele baumeln lassen. Kaum angekommen haben wir uns auch direkt bei der Surfschule “UP2U” angemeldet und konnten es kaum abwarten mit Surfboards ins Wasser zu springen. Am naechsten Tag wurden wir dann vom Balinesen Felix eingewiesen. Das Surfen hat unheimlich viel Spass gemacht und wir koennen aufjedenfall behaupten, dass wir es nicht mehr nicht koennen. Wir konnten alle stehen bleiben und waren aus unserer Gruppe die Besten, so dass wir einen speziellen Surfausflug machten und unter grossen Wellen versuchten zu surfen. Wir haben die Zeit auf Bali genossen und ausserdem ein vertrautes Gesicht aus Albany gesehen unseren lieben Jakob naemlich. Den Meckpommer sehen wir aber in Deutschland hoffentlich eh wieder. Das Surfen war mit Abstand das Toperlebnis auf Bali, allerdings gab es noch viele andere. Unter anderem haben wir naemlich eine Nacht mehr oder weniger durchgemacht, um den Sonnenaufgang von einem Vulkan aus zu betrachten. Der drei Kilometer lange weg war ein echter Akt und unser Guide war total erschoepft. Er sei noch nie so schnell den Vulkan hoch. Hatte wohl noch nie norddeutsche Kartoffeln gefuehrt….
Anfangssurf

Sonnenaufgang vom Vulkan aus

Fuer Pay stand auch noch ein Erlebnis an. Tattoo Nummero zwei stand auf dem Zettel und so transformierte ein Balikuenstler seinen arischen Oberarm in einen balinesisches Kunstwerk. Fuenf Stunden hat er fuer das Tattoo leiden muessen. Aber: “Wer schoen sein will, muss leiden.” Apropo schoen. Als wir Abends nichts ahnend durch die Strassen liefen wurde Aron angesprochen und gefragt, ob er nicht fuer eine lokale Modelmode arbeiten wollen wuerde. Unter viel Humor wurde natuerlich zu gesagt und unser Blondinchen wurde bei Sonnenuntergang abgeichtet. Aron ist auch hart am ueberlegen sein Studium fuer eine Modelkarriere hinzuschmeissen….

Model Aron auch auf #instagram
Mit einem Tattoo, neuen Surfskills und einer Menge guten Laune flogen wir nach Yogyakarta wo wir im Hostel der Hostels landeten. Es war 2013 sogar fuer das beste Hostel der Welt nominiert. Man kann sich also ungfaehr vorstellen wie gut es dort war. Dort verbrachten wir auch endlich mal einen absoluten “Gammeltag” und haben nichts gemacht. Nur geschlafen, gegessen und Filme geguckt. Das tat wirklich sehr sehr gut! Allerdings haben wir uns auch dort viel bewegt. Im Borobudurtempel, einer der groessten buddhistischen Tempeln der Welt wurden wir wie Popstars fotografiert. Wir haben zwei Stunden lang versucht jedem seinen Fotowunsch zu erfuellen. Sie haben sich sehr ueber uns Europaer gefreut. Ein schoener Egopush zwischendurch….
Borobudurtempel

Yogyakarta, was auch liebevoll “Jogja” genannt wird hat keinen wirklichen CBD und ist riesengross. Wir fanden die Stadt toll und auch die Menschen dort waren super freundlich. Ein gutes Beispiel fuer die Freundlichkeit der Menschen dort ist “Shelly”, eine Studentin, die wir auf einem Markt kennenlernten. Sie hat uns einfach angesprochen und gefragt, ob sie uns rumfuehren soll. Das Angebot haben wir natuerlich angenommen und so konnten wir mit einer lokalen Person Gewuerze, Tuecher und Speisen erkunden.  
JPAP uns Shelly (Oma hat sich raufgedraengelt)
Im Hostel gab es auch sehr gutes Wlan, was dazu fuehrte, dass wir das HSV Relegationsrueckspiel streamten. Wie wir jetzt alle  wissen, spielt der Bundesligadino auch naechstes Jahr Erstklassik. Dennoch war es ein Nevernkampf und das gesamte Hostel hatte Teil an unseren Emotionen bei und nach dem Spiel.
"Allahu akbar"

Tuk-Tuk fahren


Nach ein paar Tagen Jogja stand eine Zugfahrt nach Jakarta auf dem Programm. 512km mit dem Zug. Angestrebt war die Strecke in neun Stunden zu meistern. Schlussendlich waren es zehn und wir waren sehr geschafft. Dennoch war dieses Transportmittel super, weil wir so durch Reisplantagen gefahren sind. Sowas zu sehen war atemberaubend. In Jakarta wurde dann das oertliche Standartprogramm unternommen. Ist eine Stadt, nicht mehr und nicht weniger.
Von der indonesischen hauptstadt aus flogen wir nach Kuching. In Kuching waren wir in zwei Nationalparks und haben viel gesehen. Die Highlights waren allerdings die Affen. Ein Affe sprang mich sogar an und klaute mir meine, zu dem Zeitpunkt sehr wichtigen, Parazetamoltabletten. Wie im Affenhaus… In dem anderen Park haben wir wildlebende Orang-Utans gesehen. Atemberaubende Tiere!
Reisfeld irgendwo zwischen Jogja und Jakarta

Orang-Utans
Im Hostel Malibulifestyle in Kuching

Das Parlamentsgebaeude in Kuching


Und dann flogen wir endlich nach Kuala Lumpur. So oft diente “KL” nur als Zwischenstation. Doch endlich konnten wir hier mal raus. Ausserdem freuten wir uns alle auf Izzy, der hier momentan wohnt. Beim wiedersehen haben wir uns riesig gefreut. Ausserdem sind wir mit dem Auto viel schneller und bequemer unterwegs und mit Idzkandar haben wir einen richtigen Malayen unter uns. Ausserdem lieben wir unseren verrueckten ja. Im groessten Choppingcenter  der Welt hier in KL gibt es sogar eine Achterbahn. Die sind wir natuerlich direkt gefahren. Schon echt cool, dass in einem Einkaufszentrum ein Freizeitpark ist. Gestern waren wir in Melaka und heuten Abend werden wir die Petronas Twin Tower betrachten. Nach 9/11 sind sie jetzt die groessten der Welt. Bei Nacht sehen sie atemberaubend aus! 

Achterbahn in der Shoppingmall

Die Skyline KL's vom KL Tower

Reunion Germalaysians

#hammerfettbombekrass

Donnerstag, 1. Mai 2014

See ya later Australia

Morgen wird es Wirklichkeit, das Hauptreiseziel wird nach ca. acht Monaten verlassen und es werden neue Ufer besucht. In Australien haben wir viel erlebt. Wir haben neue Menschen kennengelernt, Freundschaften geschlossen, Vorurteile beiseite gelegt, Geld verdient und das wohl wichtigste: Wir waren auf uns alleine gestellt. Auf eigenen Beinen zustehen ist wohl das, was uns am meisten prägen wird. Es waren schöne Monate auf dem südlichsten Kontinent der Welt. Etliche Wasserfälle, Berge, Tiere und vieles mehr habenwir bestaunen dürfen. Auch das Wetter hat uns mit zwei, drei Außnahmen sehr lieb gehabt und die Sonne scheinen lassen. Danke Australien dafür und man sieht sich immer zweimal im Leben ;-)

Der Abschied aus Australien bedeutet zum Glück nicht das Ende unserer Reise. Wir haben noch sehr viel angestrebt. So wird zunächst Bali angestrebt (Surfcourse), eher es nach Jakarta und Yogyakarta geht. Nach Indonesien geht es für uns nach Malaysia und Singapur. In Malaysia sehen wir dann alte Freunde wieder. Das wird ein Spaß! 

Soweit erstmal zur momentanen Situation. Die letzten Wochen haben wir natürlich wieder einiges erlebt. 
Wir waren gemeinsam auf Fraser Island und die Insel ist einfach atemberaubend schön. Dort haben wir dann den sehr sehr netten Kanadier Ryan kennengelernt, mit dem wirsehr viel Spaß hatten. Aber auf dem Weg nach Cairns lagen noch viele viele Städte. Zum Beispiel  Brisbane wo wir uns von der Stadt fasziniert waren oder Bundaberg wo wir auf Frau Rosenkranz trafen und gemeinsam Abends feiern gingen. Witzig war's....
Lake Mc Kenzie auf Fraser Island

Anderer See auf Fraser Island
Brisbane

Allerdings waren wir überall nicht lange, weil wir rechtzeitig in Cairns sein wollten, um Ruby in aller Ruhe verkaufen zu können. Wir hatten Glück, dass wir überhaupt nach Cairns fahren konnten, weil drei Tage zuvor ein Zyklon die ganze Umgebung auseinander genommen und Flüsse zum überlaufen gebracht hat. Wir wurden zwar noch Zeugen der Außmaße, allerdings konnten wir jede Straße fast ohne Probleme überqueren. Ruby ist ja schließlich auch ein waschechtes Auto! In Cairns angekommen ging dann das lustige Flyer verteilen los. Doch nach getaner Arbeit konnten wir nur eins tun: Warten. Wir wussten die Wartezeit natürlich zu nutzen und so konnte jeder sein erarbeitetes Geld je nach dem eigenen Bedürfnis ausgeben. Pay und Markl fuhren zum Beispiel mit einem Quad durch den Dschungel, wohingegen Aron und mir lieber nach schnorchelm im atemberaubenden Great Barrier Reef war. Außerdem gingen Philipp und ich Bungy Jumpen was einfach der oberhammer ist! Doch am Sonntag machten wir einen Familienausflug zum raften. Unglaublich anstrengend, aber auch unglaublich toll. Wir haben gefühlt 95% der Zeit gelacht und unser Guide Rob war eh mit Abstand der Beste. 
Mit der Zeit gingen wir dann mit dem Preis für Ruby immer weiter runter, dennoch ereilte uns kein ernstzunehmendes Angebot. Aber wir wussten um die Zeit....
Beim Filmset von "Finding Dori"

Rafting

ATV im Dschungel

Die Lagune in Cairns

Irgendwann war es dann auf einmal der 27.4 und unser kleiner Teenager Aron, alias "Taliban/Salafisten Aron" (aufgrund der Bartwuchses), war auf einmal kein Teenager mehr, sondern ein gemachter Mann. Alles Gute Aron und bleib so wie du bist! Somit ist Philipp der einzige Teenager. Ätzend mit jungen Leuten zu reisen. Aron, Pay und ich sind schon am überlegen wie wir ihn loswerden....

Heute, ein Tag vor Abreise, haben wir endlich Ruby an einen Holländer und einen Niederländer verkauft. Leider deutlich unter Wert, aber was solls. Wir hatten gute Zeiten im Auto und es war dennoch billiger als ein reines Hostelleben. Vielen Dank Ruby, dass du uns 19.000kmweit getragen hast und uns nie große Sorgen bereitet hast. Der Abschied fiel dir schwerer als und, aber wir werden dich immer im Herzen haben!
Ruby bleibt in der europäischen Nachbarschaft

 Heute Abend gehen wir in ein Steakrestaurant, um den Abschied auch angerecht zu feiern. Morgen bevor wir fliegen essen wir dann nochmal unser "Australienessen" Nudeln mit Pesto und dann heißt es see ya later mate....

Südostasien here we go!!!!


Mittwoch, 2. April 2014

Autobahn

"[...] Denn das Leben ist wie  eine große Autobahn, lasst uns nicht lange überlegen, sondern losfahren.Wohin ist egal und wo lang werd'n wa sehen [...]" (Ohrbooten - Autobahn) trifft es ganz gut. Das Leben ist wie eine große Autobahn und welch ein Zufall, dass wir symbolisch dafür auch recht viel Zeit auf dem Teer verbracht haben. Meistens mit 90km/h eher auf der Omaspur, nichts desto trotz immer ohne Ziel! Das ist jetzt generell der Vorteil an unserem Dasein, wir wissen zwar, dass wir in Cairns ankommen wollen. Dennoch wissen wir über das "das" hinaus nicht wann und wie. Das beschreibt das Backpackerleben womöglich am Besten. Momentan sind wir in Byron Bay und bleiben hier für zwei Tage auf dem Campingplatz, ehe es weiter Richtung Norden geht.

Formel 1 war der HAMMER, Live nochmal was komplett anderes als im Fernsehen, das einzige Manko war die Lautstärke. Ein ohrenbetombendes Spektakel wurde erwartet, durch die Hybridmotoren wurden diese Erwartungen jedoch schnell begraben. Dennoch, es war super soetwas mal erlebt zu haben und dazu hat natürlich noch ein Deutscher gewonnen! Wir waren lediglich von Sebastian Vettel enttäuscht, der es nicht für nötig hielt mehr als nur zwei Mal an uns vorbei zu fahren. Das ist nicht sehr Weltmeisterhaft Herr Vettel!

Formel 1 zum Greifen nah


"Guck mal da."

Nach Nico Rosbergs Triumph durften wir auf der Strecke spazieren gehen


Bevor wir Herrn Markl vom Flughafen abgeholt haben, fuhren wir mit Aron nochmal die Great Ocean Road ab. Zwar fuhren Pay und ich sie somit zum zweiten Mal, wir sahen dennoch viel Neues und die Straße kann man sich aufjedenfall öfters als einmal angucken.

Am 20. März war es aber erstmal so weit: Philipp aus dem, wie er selber so schön sagte, "Urlaub vom Urlaub" abholen. Nachdem er gut und recht munter gelaunt gelandet ist ging es in die für ihn neue Stadt Melbourne. Dort haben wir dann nochmal ein paar Tage  die Stadt auf den Kopf gestellt. Eine Nacht war es recht stürmisch und auch kalt, so dass wir sogar ein wenig frieren mussten. Das wir dafür kein Mitleid aus dem kalten Deutschland bekommen ist okay. 
Endlich durften wir es mal: Selbstgesammelt schmeckt es halt am Besten!

Nach einigen Tagen machten wir uns dann jedoch auf nach Sydney. Auf dem Weg trafen wir dann kurz Anna und unterhielten uns über etliches. Nach der Verabschiedung von Frau Fiesinger und mit einer Nummer von meiner Cousine, wurde in Sydney eine Unterkunft, die mal nicht im Van war, gesichert. Auf dem Weg von der einen zur anderen Weltmetroploe wurde nicht viel angehalten, weil das Wetter nicht dementsprechend war. Also wurde nur gefahren und geschlafen. In Sydney sind wir dann, wie auch schon in Melbourne, von Studenten kostenlos* durch die Stadt geführt worden. *kostenlos, weil man den Studenten am Ende eigentlich einen kleinen Obolus für ihre Tour gibt. Dadurch, dass wir aber jeweils vor der letzten Führungsetappe die 30-köpfige Gruppe verlassen haben, konnten wir dem entgehen. Sie werden schon genug Geld bekommen haben...
Harbour Bridge die Erst

Operahouse die Erste


Harbour Bridge die Zweite

Operahouse die Zweite


Bondi Beach

Sowohl in Melborune, als auch in Sydney gingen wir jeweils mit alt bekannten Gesichtern aus Albany auf die Piste. Der einzige nenneswerte Unterschied in Sydney war, dass wir ein wiederwiedersehen hatten mit dem Adel. Auf Koh Tao hatte sie uns schon besucht und auch in Sydney haben wir sie wieder gesehen: Unsere Manon. Es war ganz schön mal wieder mit der Heimat geschnackt zu haben. Außerdem haben wir unseren Schnacker Nummero Uno wieder getroffen: Jonas Weiss! Weltklasse dich, selbst nach so kurzer Zeit, mal wieder gesehen  und live und in Farbe schnacken gehört zu haben.
JPAP trifft Adel

Natürlich kommt man auch um die Prestigefrage nicht herum, welche der beiden Städte, Sydney oder Melbourne, nun besser sind. Mit unserer Antwort müssen wir vermutlich auch Geld ins Phrasenschwein schmeißen, ist aber auch okay. Beide Städte sind auf ihre Art und Weise super schön. Melbourne erinnert uns ein wenig an Hamburg, weil es eine wunderschöne Hafenstadt ist. Sydney weiß dafür mit seinem Operahouse und der Habourbridge zu punkten. Nur wurden wir in Sydney mit einem negativen Erlebnis konfrontiert, dass uns in Melbourne erspart geblieben ist. Das liegt aber ganz nüchtern betrachtet nicht an der Stadt an sich. Wir bekommen nämlich keine Steuern zurück. Das ist mehr als nur bescheiden, vermiest uns aber sicherlich nicht die Laune!

Als wir uns von Craig verabschiedeten kam es zu einem erstmaligen Erlebnis: Ruby lichtete uns fünf ab. Dieses Auto kann einfach alles! Nachdem wir dann die atemberaubenden Blue Mountains mit all seiner Vielfalt erkundet hatten hieß das nächste Ziel Byron Bay. 


Feingemacht Ruby. Aus dir könnte auch mal eine Kamera werden...

Die Three Sisters in den Blue Mountains
Einer von vielen wunderschönen Wasserfällen

Auf einmal war ES vor uns

Nach zwei Tagen war dies mit Zwischenstopps und Badegängen dann erreicht und nun sind wir hier. Neben vielen, meist hübschen, Deutschen, gibt es hier auch gutes Wetter und leckeres Essen. Erst vorhin haben wir uns Würtschen mit Kartoffelpurre gemacht. Da wir keinen Stampfer oder etwas ähnliches haben, musste ein Bierflasche zum zermatschen her halten. "Not macht erfinderisch" oder Papa?


Selbst ist der Mann

Wann wir wo wie lange bleiben steht in den Sternen. 
Eure Braunbären

Dienstag, 11. März 2014

East Coast here we come!

"Als Backpacker hat man nie Zeit für sowas." Hierbei handellt es sich um das weit verbreitet "Rentenersyndrom". Die haben bekanntlich, trotz etlicher Freizeit, auch zu nichts Zeit und ein wenig kann man das als Backpacker schon nachvollziehen. Die Zeit wird immer weniger um den Blog zu aktualisieren, da so viel immer auf dem Tagesplan steht. Mag negativ wirken, ist es aber definitiv nicht, DENN die Einträge werden dadruch auch viel intensiver und länger, weil so viel erlebt wurde. Also viel Spaß beim Lesen des Erlebten der Weltenbummler....
Gegenseitiges Haare schneiden vor der Reise

Letztes Mal wurde es noch angekündigt, mittlerweile ist es schon Vergangenheit: Der Australia Day. Der wurde mit der Fletcher Bande am Strand von Cosy Corner mit einem netten Stück Fleisch verbracht. Getrunken haben einige auch und so wurde  der legendäre Abend eingeläutet. Zum Highlight zählten unter anderem der Sternenhimmel der atemberaubend war und mit etlichen Sternschnuppen zu glänzen wusste. Dieser Feiertag wird gefeiert, weil sie an die Ankunft der First Fleet am 26. Januar 1788 erinnert. Dieser Feiertag ist aber aus einem ganz anderen Grund noch toll. Wie allen bekannt ist, hat man frei, wenn Feiertage unter der Woche und nicht frei, wenn sie am Wochenende sind. Allerdings macht dieser Tag da eine Ausnahme. In diesem Jahr war er nämlich an einem Sonntag und wenn das der Fall ist, hat man den darauf folgenden Montag auch noch frei. Spiegelt ein wenig die gelassene Mentalität der "Aussies" wieder. Wie auch immer...Am Dienstag ging es dann also erst wieder zur Arbeit. Allerdings waren die Tage abzählbar und das machte die Arbeit mehr als nur erträglich.  
Chinesischer Volkssport: Muscheln sammeln

Gegessen wurden sie dann natürlich auch

Doch auch am Wochenende stand schon wieder ein super Abend an. Da nämlich Dan und Rob das Hostel nach sechs monatigem (!) Aufenthalt verlassen wollten, organisierten sie noch zum Abschluss eine Mottoparty "Fancy Dress". Mit unserer Familie (Pfälzer und wir) wurde natürlich nicht zweimal überlegt, ob wir hingehen. Allerdings war die Frage was man anziehen sollte...Doch dann kam ein Geistesblitz auf und wir gingen in (gewaschenen) Arbeitsklamotten zur Party. Abgesehen davon, dass wir natürlich das allerbeste Kostüm hatten, war es toll, dass das ganze Hostel mitgemacht und sich verkleidet hat. Zeigt irgendwie auch den familiären Flair des "Albany Backpackers" auf.
Die Familie

Alle Chaoten

Eine Woche später ging es dann nach dem Motto "man muss die Feste feiern wie sie fallen"  weiter. Pays 20. Geburtstag stand vor der Tür und so wurde, mit einem von Pay zubereiteten Nudelauflauf, Havana und Partyleuten reingefeiert. Alles Gute Pay! 
Nach Pays Geburtstag wurde die letzte Arbeitswoche eingeläutet und die letzten fünf Tage begannen. Am Mittwoch verabschiedete Philipp sich dann von der Nchtschicht und so waren es nur noch Pay und ich, die die Segeberger Fahne bei Fletcher hoch hielten. Die letzten zwei Tage vergingen dann wie im Flug und so war das Projekt Fletcher auch schon beendet. Zwölf bzw. 14 1/2 Wochen arbeiten waren hinter uns! Welch ein gloreiches Gefühl das doch wahr. Ein letztes Mal wurde das Lied "Hab keine Angst" von Blumio gespielt, welches wir jeden Abend zur Heimfahrt hörten. Wohin gegen Philipp, Jonas, Marius und ich froh waren nicht mehr dort hin zu müssen, erging es Pay ein wenig anders. Pay war traurig, dass der Job beendet war und hätte gerne "noch länger" gearbeitet. 
Letzter Arbeitstag. Dementsprechend die Laune

"Fletcher nie mehr, nie mehr, nie mehr..."

Bevor aber das Projekt Ostküste starten konnte, mussten erst noch andere Prioritäten erfüllt werden. Zum einen Philipp zum Flughafen fahren, damit er nach Deutschland fliegen konnte. Wir vermuten, dass es dir dort gut geht und wir haben dich ja bald wieder. Also keine Angst, wir vermissen dich schon nicht! ;) Wieder kommen darfst du trotzdem bitte bald! Nach einem sehr emotionalen und tränenreichen Abschied ging es für den Rest der "Familie" ins Hostel zurück. Das letzte Wochenede wurde dann jeweils mit Arbeitskollegen verbracht ehe es am Montag los ging ins Ungewisse. Mit Fenja als dritten "Mann" an Bord konnten wir Ruby, natürlich frisch gesaugt und auf hochglanz poliert, bitten uns 3800km weit zu bringen. Montag sind wir losgefahren und Samstag erreichten wir Melbourne. 3800km in sechs Tagen....Mama? Ich mecker nie wieder über lange Autofahrten. Versprochen! Allerdings gab es auf der langen Strecke, außer hohen Spritpreisen, nicht allzu viel zu sehen. Einen Tankwart fragten wir, was man hier so sehen könnte daraufhin erhielten wir eine trockene  Antwort mit: "Nothing." Die "Highlights" war die längste gradförmige Strecke der Welt mit 146km. Zum anderen war aber auch das letzte Stück unserer Reise super. Nämlich die Great Ocean Road. Sie ist symbolisch für die Eroberung Australiens. Eine, wenn nicht sogar die, schönste Straße der Welt. Jetzt erstmal ein paar Bilder
Schlafplatz in Esperance

Auch im Nichts gab es Baustellen

Unendlichkeit

Apfelstrudel im deutschen Dorf Hahndorf bei Adelaide


Die zwölf Apostel auf der Great Ocean Road

Freundschaft ist für immer

AUA


Trotz der Tankpreise herrscht gute Laune

In Melbourne kostet der Liter 1,42....




Am Samstag in Melbourne angekommen sahen wir direkt vertraute Gesichter wieder. Zuerst trafen wir uns kurz mit Janne. Abends trafen wir Marius und Kevin (Jonas war nach Cairns geflogen) wieder. Da Marius 23. wurde,haben wir in seinen Geburtstag reingegoont. Wir wollten eigentlich in die Stadt und dort feiern, sind allerdings aus irgendeinem, uns allen unbekannten, Grund an der lokalen Tankstelle hängen geblieben und feierten daher dort. Klingt langweilig, war aber ein mega guter Abend. Hier auch nochmal Happy Birthday bro. Am Sonntag machten sich die Verbrecher dann auf nach Neuseeland. Diesmal war es also ein endgültiger Abschied. Da ihr aber sau gediegene Typen seid und wir uns so super verstanden haben, ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir in Deutschland die nächsten Dummheiten anstellen.

Der Guide mit seiner Gruppe<

Die darauf folgenden Tage wurden mit Strand, kostenloser Stadtführung und anderen Aktivitäten gefüllt. Melbourne ist eine wunderschöne Stadt und deshalb werden wir die Stadtführung mit Philipp und Aron nochmal machen. Mit Letzterem werden wir auch nochmal die Great Ocean Road abfahren. 

Mittwoch durften wir dann erneut zum Flughafen und unseren Strahlemann Aron abholen! Mit Aron im Gepäck ging es dann am nächsten Tag nach Tasmanien. In Hobart gestartet erkundeten wir die gesamte Insel mit "Under Down Under". Wir hatten eine super tolle Reisegruppe und auch das Wetter hat, bis auf einen Tag, sein Bestes gegeben. Tasmanien ist einfach atemberaubend und ein wunderschöner Fleck Erde. Morgen Abend fliegen wir dann zurück nach Melbourne und am Sonntag steht der Grand Prix von Melbourne auf der to-do-list. Mal sehen ob und wenn ja wie viele Autos in Ziel kommen. 
Sanddüne



Sonnenaufgang bei den Blowholes


Ein wild lebendes Wombat


Melbourne steht Kopf

Am 20. März sind wir dann komplett wieder vereint und fahren gemeinsam ins Ungewisse. 
Es ist ein ganz neues und komplett anderes Lebensgefühl jetzt wirklich nur noch zu Reisen und nicht mehr arbeiten zu müssen. Ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Schlecht kann er gar nicht werden. 

Und an unseren Reisebuddy Fenja: Danke, dass du uns ausgehalten hast und du hast dich tapfer geschlagen! Wir sind halt nicht einfach und pflegeleicht.
Wie gesagt: Dadurch, dass wir jetzt im Van wohnen, selten bis nie Internet und auch so viel um die Ohren haben, wird es seltener von uns zu hören geben. 

Bis bald JPAP