Dienstag, 11. März 2014

East Coast here we come!

"Als Backpacker hat man nie Zeit für sowas." Hierbei handellt es sich um das weit verbreitet "Rentenersyndrom". Die haben bekanntlich, trotz etlicher Freizeit, auch zu nichts Zeit und ein wenig kann man das als Backpacker schon nachvollziehen. Die Zeit wird immer weniger um den Blog zu aktualisieren, da so viel immer auf dem Tagesplan steht. Mag negativ wirken, ist es aber definitiv nicht, DENN die Einträge werden dadruch auch viel intensiver und länger, weil so viel erlebt wurde. Also viel Spaß beim Lesen des Erlebten der Weltenbummler....
Gegenseitiges Haare schneiden vor der Reise

Letztes Mal wurde es noch angekündigt, mittlerweile ist es schon Vergangenheit: Der Australia Day. Der wurde mit der Fletcher Bande am Strand von Cosy Corner mit einem netten Stück Fleisch verbracht. Getrunken haben einige auch und so wurde  der legendäre Abend eingeläutet. Zum Highlight zählten unter anderem der Sternenhimmel der atemberaubend war und mit etlichen Sternschnuppen zu glänzen wusste. Dieser Feiertag wird gefeiert, weil sie an die Ankunft der First Fleet am 26. Januar 1788 erinnert. Dieser Feiertag ist aber aus einem ganz anderen Grund noch toll. Wie allen bekannt ist, hat man frei, wenn Feiertage unter der Woche und nicht frei, wenn sie am Wochenende sind. Allerdings macht dieser Tag da eine Ausnahme. In diesem Jahr war er nämlich an einem Sonntag und wenn das der Fall ist, hat man den darauf folgenden Montag auch noch frei. Spiegelt ein wenig die gelassene Mentalität der "Aussies" wieder. Wie auch immer...Am Dienstag ging es dann also erst wieder zur Arbeit. Allerdings waren die Tage abzählbar und das machte die Arbeit mehr als nur erträglich.  
Chinesischer Volkssport: Muscheln sammeln

Gegessen wurden sie dann natürlich auch

Doch auch am Wochenende stand schon wieder ein super Abend an. Da nämlich Dan und Rob das Hostel nach sechs monatigem (!) Aufenthalt verlassen wollten, organisierten sie noch zum Abschluss eine Mottoparty "Fancy Dress". Mit unserer Familie (Pfälzer und wir) wurde natürlich nicht zweimal überlegt, ob wir hingehen. Allerdings war die Frage was man anziehen sollte...Doch dann kam ein Geistesblitz auf und wir gingen in (gewaschenen) Arbeitsklamotten zur Party. Abgesehen davon, dass wir natürlich das allerbeste Kostüm hatten, war es toll, dass das ganze Hostel mitgemacht und sich verkleidet hat. Zeigt irgendwie auch den familiären Flair des "Albany Backpackers" auf.
Die Familie

Alle Chaoten

Eine Woche später ging es dann nach dem Motto "man muss die Feste feiern wie sie fallen"  weiter. Pays 20. Geburtstag stand vor der Tür und so wurde, mit einem von Pay zubereiteten Nudelauflauf, Havana und Partyleuten reingefeiert. Alles Gute Pay! 
Nach Pays Geburtstag wurde die letzte Arbeitswoche eingeläutet und die letzten fünf Tage begannen. Am Mittwoch verabschiedete Philipp sich dann von der Nchtschicht und so waren es nur noch Pay und ich, die die Segeberger Fahne bei Fletcher hoch hielten. Die letzten zwei Tage vergingen dann wie im Flug und so war das Projekt Fletcher auch schon beendet. Zwölf bzw. 14 1/2 Wochen arbeiten waren hinter uns! Welch ein gloreiches Gefühl das doch wahr. Ein letztes Mal wurde das Lied "Hab keine Angst" von Blumio gespielt, welches wir jeden Abend zur Heimfahrt hörten. Wohin gegen Philipp, Jonas, Marius und ich froh waren nicht mehr dort hin zu müssen, erging es Pay ein wenig anders. Pay war traurig, dass der Job beendet war und hätte gerne "noch länger" gearbeitet. 
Letzter Arbeitstag. Dementsprechend die Laune

"Fletcher nie mehr, nie mehr, nie mehr..."

Bevor aber das Projekt Ostküste starten konnte, mussten erst noch andere Prioritäten erfüllt werden. Zum einen Philipp zum Flughafen fahren, damit er nach Deutschland fliegen konnte. Wir vermuten, dass es dir dort gut geht und wir haben dich ja bald wieder. Also keine Angst, wir vermissen dich schon nicht! ;) Wieder kommen darfst du trotzdem bitte bald! Nach einem sehr emotionalen und tränenreichen Abschied ging es für den Rest der "Familie" ins Hostel zurück. Das letzte Wochenede wurde dann jeweils mit Arbeitskollegen verbracht ehe es am Montag los ging ins Ungewisse. Mit Fenja als dritten "Mann" an Bord konnten wir Ruby, natürlich frisch gesaugt und auf hochglanz poliert, bitten uns 3800km weit zu bringen. Montag sind wir losgefahren und Samstag erreichten wir Melbourne. 3800km in sechs Tagen....Mama? Ich mecker nie wieder über lange Autofahrten. Versprochen! Allerdings gab es auf der langen Strecke, außer hohen Spritpreisen, nicht allzu viel zu sehen. Einen Tankwart fragten wir, was man hier so sehen könnte daraufhin erhielten wir eine trockene  Antwort mit: "Nothing." Die "Highlights" war die längste gradförmige Strecke der Welt mit 146km. Zum anderen war aber auch das letzte Stück unserer Reise super. Nämlich die Great Ocean Road. Sie ist symbolisch für die Eroberung Australiens. Eine, wenn nicht sogar die, schönste Straße der Welt. Jetzt erstmal ein paar Bilder
Schlafplatz in Esperance

Auch im Nichts gab es Baustellen

Unendlichkeit

Apfelstrudel im deutschen Dorf Hahndorf bei Adelaide


Die zwölf Apostel auf der Great Ocean Road

Freundschaft ist für immer

AUA


Trotz der Tankpreise herrscht gute Laune

In Melbourne kostet der Liter 1,42....




Am Samstag in Melbourne angekommen sahen wir direkt vertraute Gesichter wieder. Zuerst trafen wir uns kurz mit Janne. Abends trafen wir Marius und Kevin (Jonas war nach Cairns geflogen) wieder. Da Marius 23. wurde,haben wir in seinen Geburtstag reingegoont. Wir wollten eigentlich in die Stadt und dort feiern, sind allerdings aus irgendeinem, uns allen unbekannten, Grund an der lokalen Tankstelle hängen geblieben und feierten daher dort. Klingt langweilig, war aber ein mega guter Abend. Hier auch nochmal Happy Birthday bro. Am Sonntag machten sich die Verbrecher dann auf nach Neuseeland. Diesmal war es also ein endgültiger Abschied. Da ihr aber sau gediegene Typen seid und wir uns so super verstanden haben, ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir in Deutschland die nächsten Dummheiten anstellen.

Der Guide mit seiner Gruppe<

Die darauf folgenden Tage wurden mit Strand, kostenloser Stadtführung und anderen Aktivitäten gefüllt. Melbourne ist eine wunderschöne Stadt und deshalb werden wir die Stadtführung mit Philipp und Aron nochmal machen. Mit Letzterem werden wir auch nochmal die Great Ocean Road abfahren. 

Mittwoch durften wir dann erneut zum Flughafen und unseren Strahlemann Aron abholen! Mit Aron im Gepäck ging es dann am nächsten Tag nach Tasmanien. In Hobart gestartet erkundeten wir die gesamte Insel mit "Under Down Under". Wir hatten eine super tolle Reisegruppe und auch das Wetter hat, bis auf einen Tag, sein Bestes gegeben. Tasmanien ist einfach atemberaubend und ein wunderschöner Fleck Erde. Morgen Abend fliegen wir dann zurück nach Melbourne und am Sonntag steht der Grand Prix von Melbourne auf der to-do-list. Mal sehen ob und wenn ja wie viele Autos in Ziel kommen. 
Sanddüne



Sonnenaufgang bei den Blowholes


Ein wild lebendes Wombat


Melbourne steht Kopf

Am 20. März sind wir dann komplett wieder vereint und fahren gemeinsam ins Ungewisse. 
Es ist ein ganz neues und komplett anderes Lebensgefühl jetzt wirklich nur noch zu Reisen und nicht mehr arbeiten zu müssen. Ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Schlecht kann er gar nicht werden. 

Und an unseren Reisebuddy Fenja: Danke, dass du uns ausgehalten hast und du hast dich tapfer geschlagen! Wir sind halt nicht einfach und pflegeleicht.
Wie gesagt: Dadurch, dass wir jetzt im Van wohnen, selten bis nie Internet und auch so viel um die Ohren haben, wird es seltener von uns zu hören geben. 

Bis bald JPAP 

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